Griechen in München

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Durch die Propyläen ins Athen an der Isar

München-Exkursion des Griechischkurses der 10a im Januar 2013

 

Wer sich in Würzburg für die griechische Antike begeistern lässt, der kommt an einem Namen nicht vorbei: Martin von Wagner, geboren 1777 in Würzburg, bereiste im Auftrag König Ludwigs I. von Bayern Italien und Griechenland und kaufte für diesen (und nebenbei auch für sich selbst) „Antiken“ an. Seine eigene Sammlung hat er testamentarisch 1858 der Universität seiner Heimatstadt vermacht und damit den Grundstock für die Antikenabteilung des Martin-von-Wagner-Museums gelegt – immerhin eine der bedeutendsten Sammlungen griechischer Keramik in Deutschland. Noch bedeutender natürlich waren die für den hellenophilen bayerischen König gesammelten Stücke; für diese wurden eigens die beiden großen Münchener Museen, die Glyptothek und die Antikensammlungen, errichtet, die antike Skulpturen bzw. Keramik von Weltrang zeigen.

Was liegt also näher für einen Griechisch-Schüler am Wirsberg, als den Spuren Martin von Wagners zu folgen, wenn nicht nach Italien oder gar Griechenland, so doch wenigstens nach München. Ende Januar 2013 machten sich die Griechen aus der 10a unter in Begleitung ihres Griechischlehrer Herrn Amon und ihrer ehemaligen Griechischlehrerin Frau Schwarzer auf ins Isar-Athen, und zwar für ein echtes Arbeits-wochenende. Denn da in der darauf folgenden Woche eine Griechisch-Schulaufgabe anstand, verblüfften unsere Schüler bereits während der Zufahrt nach München manche Mitreisenden durch ihr fleißiges Grammatikstudium.

Der Freitagnachmittag gehörte dann den griechischen Vasen der Antikensammlungen. Frau Schwarzer führte in Technik, Stilistik und Geschichte der Keramik ein, jeder Schüler stellte einen dargestellten Mythos vor und schließlich hatten alle die Gelegenheit, mit Zeichenblock und Bleistift bewaffnet auf eigene Entdeckungsreise zu gehen und ihre Lieblingsvase zu verewigen (Bild oben). Ähnliches wiederholten wir unter Führung von Herrn Amon mit den griechischen und römischen Skulpturen der Glyptothek am Samstagnachmittag (2. Bild v.u.), nachdem wir am Vormittag in der Jugendherberge wieder Schulaufgabenvorbereitung betrieben hatten (2. Bild v.o.).

Denn Sonntagvormittag verbrachten wir noch in der Neue Pinakothek, wo zunächst auch die Antike im Mittelpunkt stand: Der Landschaftsmaler Carl Rottmann war – wie Martin von Wagner – ebenfalls im Auftrag König Ludwigs I. auf antiken Spuren unterwegs. Sein Zyklus griechischer Landschaften war das Herzstück der Neuen Pinakothek, die im zweiten Weltkrieg zerstört wurde. In der heutigen Sammlung ist den erhalten gebliebenen Bildern immerhin noch ein eigener Raum gewidmet. Zahlreiche andere Historiengemälde gaben Anlass, auf die Geschichte des modernen Griechenlands und seines ersten (bayerischen) Königs einzugehen.

Bestens vorbereitet für die Griechisch-Schulaufgabe der folgenden Woche fuhren wir am Sonntag Nachmittag zurück nach Würzburg – und die Schulaufgabe fiel auch entsprechend gut aus!!

 OStR Josef Amon



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