Schule des Sehens: Medienkompetenz einfach machen
Medien sind omnipräsent und – so meint man – unmissverständlich: jedeR kann mit einem Smartphone umgehen, weiß wie eine Tageszeitung „funktioniert“ oder kann Radio- und Fernsehbeiträge „entschlüsseln“. Aber welche Ebenen verbergen sich hinter der puren Informationskulisse und hinter Bewegtbildern und O-Tönen?
Wie wirken Medien oft unbewusst auf uns: beunruhigen uns, wecken/regen uns auf oder lullen uns ein? Hier lohnt der Blick hinter die Kulissen, eine fachkundige und anregende Auseinandersetzung mit dem, was uns auf Handy, Monitor oder Leinwand entgegen flimmert (Stichwort: Medien- und Informationskompetenz).
Und genau hier setzt die „Schule des Sehens“ an, zu der am Wirsberg-Gymnasium am vergangenen Samstag eine eigene Filmwerkstatt stattfand. Das DOK.fest München war im Rahmen vom Internationalen Filmwochenende Würzburg zu Gast im Fachbereich Kunst/ Wahlunterricht Film und Medien, und führte im Kunstsaal Unter-, Mittel- und Oberstüfler*innen ein in die Geheimnisse des Dokumentarfilms. Ein oft unterschätztes und wenig bekanntes Genre, das aber wie kein anderes tiefe und nachhaltige Blicke gestattet in Leben und Schicksale anderer Menschen und Kulturen. In dem Workshop führte Kathi Seemann vom DOK.fest ein in Film-Sprache und Film-Analyse, aber auch in die spezifischen Besonderheiten des Dokumentarfilms. In medienpraktischen Einheiten erfuhren die Schüler*innen, wie Filme gestalterisch aufgebaut sind und wirken können, kamen Macher*innen, Protagonist*innen und Themen nahe und entwickelten beim Analysieren und Verstehen der verschiedenen Filmbeispiele letztlich für sich einen weiteren kleinen Baustein Medienkompetenz.
