Romreise mit Gänsehautmoment
Wirsberg Schüler geben mit dem Auswahl-Chor Römischer Gymnasien ein gemeinsames Konzert.
Die Abiturfahrt der Schülerinnen und Schüler des Wirsberg-Gymnasiums enthielt das klassische Besichtigungsprogramm: Forum Romanum, Kolosseum, Petersdom und Vatikanische Museen. Der Höhepunkt aber war das Treffen mit dem Römischen Chor „coro che non c’è“ in der Universität Link, in der ehemaligen Sommerresidenz von Papst Pius V.
Schon seit Jahren besteht der Kontakt zwischen Lehrern des Wirsberg-Gymnasiums und dem römischen Chorleiter Ludovico „Dodo“ Versino. Diesmal hat es geklappt: Man traf sich im Rahmen der Abiturfahrt zu einer gemeinsamen Probe und einem anschließenden Konzert anlässlich des siebenjährigen Jubiläums des Auswahlchors.
Unter Leitung von Musiklehrer Harald O. Kraus machten die Sängerinnen und Sänger aus Würzburg mit „Praise the lord“ von Jeremiah Clarke (1674 – 1707) den Auftakt – passend für den historischen Papstpalast. Eher selten gehört war hier sicherlich das deutsches Volkslied „Wenn ich ein Vöglein wär`“, das aber die Zuhörer besonders anrührte. Dass nicht nur italienische Tenöre Herzen schmelzen lassen können, bewies bravourös Alexander Koutsilieris mit seinem „Ave Maria“. Rockig wurde es schließlich, als die Leadsängerin Cecilia Göbel mit ihrem Backgroundchor mit „I will survive“ und „Neh nah nah“ zusätzlich zur römischen Sommerhitze den päpstlichen Innenhof einheizte. Das zahlreiche Publikum wippte, sang und filmte.
Es folgte der Auftritt von „coro che non c’è“: virtuoses Können, Freude und Leidenschaft kennzeichnen die Römischen Sängerinnen und Sänger. Alle Lieder wurden auswendig gesungen. Ein Fest der Stimmen und Inszenierung.
Es wurde still im Innenhof, als etwas 80 deutsche und italienische „giovani“ sich im Innenhof kreisförmig um das Publikum positionierten. Leise stimmten sie das Lied aus dem Trentino „benia calastoria“ an, das schließlich zu einem gewaltigen Chorklang anschwoll: Gänsehaut pur!
Siegfried Hutzel, StD a.D.

