Würzburger Stolpersteine

Wer in Würzburg unterwegs ist, kennt bestimmt die kleinen Quadrate aus Messing am Boden – das sind sogenannte Stolpersteine.
Im Januar haben wir, die Klasse 9a, durch Frau Burger und Frau Mützel, die sich schon lange ehrenamtlich für dieses Thema engagieren, mehr über diese Form des Gedenkens erfahren: Sie erinnern an Menschen aus Würzburg, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Auf jedem Stein stehen Name, Geburtsjahr, Jahr und Ort der Deportation und häufig auch das Datum der Ermordung der Person. Vor den Häusern, in denen diese Menschen zuletzt freiwillig gelebt haben, wurden die Stolpersteine in den Boden gesetzt.
Besonders haben wir uns mit Anneliese Winterstein, die eine Angehörige der Sinti und Roma war, und Ludwig Müller, der psychisch krank war, beschäftigt. Zu ihren Steinen sind wir auch gemeinsam gelaufen – sie liegen in der Nähe des Wirsberg-Gymnasiums –, haben ihre Geschichten gelesen und Blumen abgelegt.
Indem wir an Stolpersteinen stehen bleiben, zu den Schicksalen lesen und an sie erinnern, tragen wir Verantwortung dafür, dass die Geschichten dieser Menschen nicht vergessen werden.

Luise Prinz &
Juliane Weishaupt